Zu mir:

Jörg Meyer

Mediator und Konfliktberater

geb. 23. 3. 1954

Ausbildung 2005 bei der 

Schule für Verständigung und Mediation,

Steyerberg

 

 

Zu meiner Geschichte:

Als ich im Jahr 2004/2005 meine Mediationsausbildung machte, merkte ich an meiner Umgebung, dass ich ein anderer Mensch geworden war. Dabei hatte ich eigentlich nur alles das, was ich bisher schon mein ganzes Leben gemacht hatte, Vermitteln zwischen Menschen, in "Trockene Tücher" packen und meinen bisherigen sprachlichen "Werkzeugkasten" erweitern wollen. Eine große Karriere als Mediator habe ich nie gesehen.

Ich hatte damals gerade eine lange Auseinandersetzung mit meiner Familie hinter mir, die mit einem eher für mich sehr schmählichen Vergleich endete. Das Landgericht Bremen hatte so entschieden, und keiner der Beteiligten war in irgendeiner Form zufrieden. Jeder glaubte vielmehr, selbst den größten Verlust gemacht zu haben - eine "Loose-Loose-Lösung" also, statt der erhofften "Win-Win-Lösung".

Vorher war ich viele Jahre von diesem familiären Konflikt gefangen. Er reichte bis in die früheste Kindheit zurück und hat mein Leben über alle Maßen beeinflusst. Viele, viele wertvolle Lebensjahre habe ich an diesen Konflikt scheinbar verloren, der so leise, so harmlos und mit den besten Vorsätzen aller Beteiligter begann.

Ich habe meine Gesundheit drangegeben und, schlimmer, auch  meine über alles geliebte Tochter hat ihren "Packen" abgekriegt, obwohl ich mich verzweifelt bemüht habe, das irgendwie noch zu verhindern. Ich habe ein gutgehendes Geschäft aufgegeben, meine Ehe widerspruchslos zerbrechen lassen und meine Heimat aufgegeben, mit der ich mehr als verwachsen war.

Angst, Schweigen und Tabus habe ich in allen Varianten kennengelernt, und bin dabei der tödlichen Krankheit auf die Spur gekommen, die ich mit geerbt hatte: Das gewollte "Nicht-Sprechen".  

Und wenigstens, das hatte ich mir vorgenommen, sollen sie nicht verloren sein, diese Jahre. Vom Erlös dieser Auseinandersetzung habe ich meine Mediationsausbildung finanziert, damit ich künftig anderen Menschen aus diesen Situationen helfen kann. Alle Erfahrungen, die ich gemacht habe, kann ich Ihnen zur Verfügung stellen, und alles, was ich aus ihnen gelernt habe.

Trotz allem sitzt Ihnen heute ein aufgeräumter und eher fröhlicher Mensch gegenüber, der dankbar für die paar "Kleinigkeiten" ist, die er aus diesen Jahren retten konnte: Sprechen, Zuhören, Empathie, sich wehren und sogar -  streiten!

Kann eben manchmal etwas dauern, bis aus einer Berufung der Beruf wird...

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